Cooinda-Camping – Wie alles begann…

Kriterien Camper Hund

Als Herrli und ich uns nach vielen Jahren des (beinahe) blinden nebeneinander Arbeitens – wir sind im selben Betrieb angestellt – eines Tages näher kennenlernten, waren es seine abenteuerlichen Urlaubsgeschichten, die mich fesselten.

Mit einem alten Citroën Jumper – das Fahrzeug des Vereins Snowclan, den Herrli aktiv unterstützt – war er unter einfachsten Bedingungen unterwegs. Die Sitze raus, das Motorrad und einen Schlafsack rein & ab in die Pyrenäen. Diese unkomplizierte Art des Urlaubens beeindruckte mich schon immer. Dieser Mann lebte meinen Traum.

Ich & meine Hunde stiegen ein in den alten Jumper um den Traum fortan zu viert zu leben.

Mit Vorzeit ausgestattet, ließ es sich im Snowclan Bus schon recht gut leben…
Pause auf der Raststation

Die ‚alte Zitrone‘ – wie ich den Bus nenne – bescherte uns wunderbare Reisen. Wir waren aber aufgrund der fehlenden Sanitärausstattung  mehr oder weniger immer gebunden an einen Campingplatz. Die ganz große Freiheit fehlte noch….

So lag es irgendwann auf der Hand: Ein Camper musste her!

Nach welchen Kriterien wurde gerade dieses Fahrzeug gewählt?

  • Mit der Breite des alten Vereinsbusses kam ich gut zurecht (2,05m). Ich wollte aber auf gar keinen Fall ein breiteres Fahrzeug. Somit fielen alle klassischen Wohnmobilarten durch – Kastenwagen oder kleiner!
  • Wir wollten etwas mit einem fixen Bett, damit wir nicht erst mühsam umbauen müssen, wenn wir uns auf langen Strecken schnell mal auf’s Ohr hauen wollen. Somit fiel auch schon alles durch, das kleiner ist als ein Kastenwagen. Also Kastenwagen!
Wir leben denselben Traum…
Abendstimmung
Lieblingsplatz
  • Herrli, der Mann mit ganz viel Weitblick, bestand auf ein sogenanntes Raumbad. Das bedeutet in der Praxis, dass die Dusche nicht nur durch einen Duschvorhang aus Stoff (der im Übrigen immer am Körper klebt) getrennt wird vom Rest des Bades, sondern tatsächlich getrennt ist. Das Raumbad ist für Menschen, die ihre Dusche wirklich verwenden wollen, deutlich praktikabler. Danke Herrli für diese Weitsicht!!! 😘 Allerdings standen nun nur mehr wenige Kastenwagenmodelle auf unserer Auswahlliste…
Die Küche ist zum Kochen da….
  • Auch beim Bett schien Herrli stur – er bestand auf Längsbetten. Ich hätte schwören können, die Querschläfer waren genauso gemütlich. Aber die Fakten siegten – wir sind einfach zwei große Menschen. Zudem hatte ich nicht bedacht, dass bei Querbetten einer von uns gegebenenfalls über den anderen drüber klettern musste. Mein Schlaf ist mir heilig – also Längsbetten. Dies bedeutete allerdings, dass wir nun einen Kastenwagen mit über 6m Länge suchten!
  • Das Hochdach ergab sich dann aus zwei Gründen. Zum Einen sind wir, wie bereits oben erwähnt, beide groß. Bei niedrigeren Ausführung des Kastenwagens (2,60m) ist im ausgebauten Innenraum nach oben für uns nicht sonderlich viel Spielraum. Der zweite Grund ist, dass wir den großen Stauraum unter dem Bett wie eine Hundetransportbox verwenden – wir müssen also stauraummäßig nach oben ausweichen.

Somit fiel die Wahl auf unseren Knaus Boxstar 630 Freeway

Der Frischwassertank von 110l und ein Solarpaneel ermöglichen uns autarkes Campen für 3 bis 4 Tage. Unser Van ist gut isoliert und verfügt auch über eine ordentliche Gasheizung, die uns schon so manch lauschige Nacht auf einem Pass bescherte.

Wir sind mit unserem weißen Riesen auch im Winter unterwegs, allerdings nicht in derselben Frequenz wie von Frühjahr bis Herbst.

Um Cooinda etwas mehr Hundetauglichkeit zu verpassen, waren nur geringfügige Änderungen notwendig: Pimp my Van #1

Was würde ich beim nächsten Camper anders machen?

Fast nichts!!

Der Nächste bekommt eine andere Farbe – das steht fest! Manchmal wünscht man sich beim Wildcampen ein wenig mehr Tarnung 😊

Was noch? Ja, eventuell dürfte er ein Allrad-Getriebe mitbringen um uns noch mehr Türen beim Freistehen zu öffnen…

Und? Hmmmmm…. ja, eines darf beim nächsten Camper definitiv nicht fehlen: ein Anschluss für eine Außendusche. Als Halter von zwei derartigen Schmutzkröten beinahe unverzichtbar…. Derzeit helfen wir uns mit einer Solardusche – einem Relikt aus den Zeiten des weniger komfortablen Campings. Erfüllt seinen Zweck natürlich, aber ein wenig von Luxus träumen sei erlaubt….

etwas mehr Tarnung wär schon ok….
Die Co-Pilotinnen
es gibt kein schlechtes Wetter
Herrli und sein Herzblatt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.