Pasta Caravana in der Gorges du Tarn

Gorges du tarn Tarnschlucht camping hund

Tief in den Kalkstein und Mergel der Cevennen gegraben bildet der Tarn eine der schönsten Flusslandschaften Frankreichs – die Tarnschlucht (Gorges du Tarn).

Nordöstlich der Südfranzösischen Stadt Millau (bekannt durch das Viaduc de Millau – die längste Schrägseilbrücke der Welt – Achtung mautpflichtig, jedoch jeden Cent wert) gelegen, verläuft die 35 km lange Schlucht zwischen den Orten St. Enimie und Le Rozier. Die Tarnschlucht erfreut sich besonderer Beliebtheit bei Wassersportlern und Kletterern.

Die als sehenswert gekennzeichnete Tourismusstraße D907 verläuft etwas oberhalb des Tarn entlang der Felsen und ist absolut spektakulär zu befahren. Eine Vielzahl von Aussichtspunkten erhöht das Vergnügen.

Viaduc de Millau
auf der D907

Wir landen hier Ende September, die Saison ist mehr oder weniger vorbei. Perfekt um mit fünf (!!!!) Hunden hier zu verweilen.

Wir treffen uns im kleinen Städtchen Florac mit unseren Spanisch-Schweizerischen Freunden Stefanie und César, die mit ihrem Defender und ihren wunderbaren drei Jungs Lakota, Bonfire und Horacio Richtung Andalusien unterwegs sind. Lakota und Bonnie sind Nachzuchten von mir, so zählt die gesamte Bande eigentlich schon lange zur Familie.

In Florac wird nochmal aufgebunkert  – wir wollen wild campen. Später stellt sich heraus, dass dies ein Wunschtraum bleibt.

Wir fahren im Konvoi zum Beginn der Schlucht nach Le Rozier. Von hier führt das spektakuläre in den Stein gebaute Strässchen bis zum Ende der Schlucht nach St. Enimie.

Es empfiehlt sich, die Schlucht in diese Richtung zu durchfahren, da die Fahrspur so Tarnseitig ist und sich dadurch die besseren Ausblicke ergeben. Zudem bieten einige der Steintunnel schluchtseitig eine größere Durchfahrtshöhe. Fährt man in die entgegengesetzte Richtung muss man an diesen Stellen manchmal etwas ausscheren und dabei den Gegenverkehr beachten.

hier wird’s eng

Wir kommen langsam voran. Immer wieder Lichthupe von hinten (das Zeichen zum Anhalten). Aus dem Auto springen. Fotos.

An manchen Stellen kann man ans Wasser spazieren…

Nebenbei halte ich Ausschau nach einem geeigneten Platz zum Wildcampen – leider ohne Erfolg. Die Schlucht ist einfach zu schmal.

Nach St. Enimie fahren wir noch ein kleines Stück weiter dem Tarn entlang nach Quézac. Hier wird das Tal weiter und wir entschließen uns zu einer Lagebesprechung bei einem Kaffee. Die Hunde dürfen sich auch erstmal austoben.

Hier führt auch ein schöner Wanderweg entlang des Flusses, den wir ein Stück gehen.

Wir entscheiden uns schließlich doch einen der Campingplätze in der Gorges du Tarn anzusteuern, von denen jedoch etliche schon geschlossen haben.

Kaffepause in Quézac

In La Malène werden wir bei Camping Municipal Le Pradet, dem Einzigen, der nach dem 30.09. noch geöffnet hat, fündig.

Lage: Top! Wir stehen hier direkt am Wasser…

Ausstattung: Flop! Die Duschen sind eiskalt.

Der gute Mann an der Rezeption erschrickt kurz, als ich die fünf Hunde anmelde. ☺️

La Malène ist ein supersüßes pittoreskes Örtchen. Die Touristenmassen sind abgezogen, für uns und unsere Hunde eigentlich genau richtig. Allerdings ist dadurch die Auswahl an offenen Lokalen auch stark begrenzt.

Nach der erfolglosen Suche nach einem Restaurant, das mit einer einigermaßen angemessenen vegetarischen Karte aufwartet (ein Gericht zur Auswahl würde bereits genügen), beschließt Herrli seine drei Veg-Head-Begleiter mit einem großen Topf Pasta Caravana zu beglücken. So wird zum Campingplatz zurückmarschiert.

Im Vorzelt des Defenders genießen wir sie dann – die beste Pasta aller Zeiten. Mit den besten Freunden, den besten Hunden und einem guten französischen Tropfen.

hungrig

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