Das Hecho Tal – Perle der Aragonischen Pyrenäen

valle de hecho Australian shepherd camping wandern

Wir schlendern entlang des Weitwanderwegs GR11. Um uns bunt blühende weitläufige Almwiesen gerahmt von gewaltiger Bergkulisse. Wann hab ich das letzte Mal eine so artenreiche Wiese gesehen? Blumen, die man in unseren heimischen Almgebieten nur mehr mit sehr viel Glück findet. Hier scheint die Natur noch in Ordnung…

Weitwandern am GR11
Blütenpracht im Valle de Hecho

Das Valle de Hecho (auch Echo), in der spanischen Provinz Huesca gelegen, erstreckt sich entlang des Flusses Aragon Subordan und gilt als Bilderbuch-Tal der Aragonischen Pyrenäen.

Allein die Fahrt durchs Tal begeistert, wenn auch die Straßen nicht die allerbesten sind.

Wir passieren das Städtchen Hecho, das als Namensgeber für das gesamte Tal dient.

Im Boca del Infierno (Höllenschlund) wird das Tal erschreckend eng – die Straße ist hier spektakulär in den senkrechten Felsen geschlagen – um ab dem urwaldähnlichen Selva de Oza immer weiter zu werden.

das Städtchen Hecho ist bekannt für die Ausstellung von Bildhauerkunst unter freiem Himmel
Die spektakuläre Fahrt ins Hecho Tal

 

Ab Letzterem fährt man taleinwärts auf Schotterpiste, die Straße endet abrupt in einem Wanderparkplatz.

Mit Wohnmobilen oder Campingbussen über 6m Länge NICHT bis ans Ende des Parkplatzes fahren – unter Umständen gerät man in einen Bodenfreiheitskonflikt.

In unserem Fall muss die Einstiegstreppe zum Van dran glauben. Da diese schon auf früheren Reisen gefährlich nahen Bodenkontakt hatte, entscheiden wir uns kurzerhand, sie auch gar nicht mehr reparieren zu lassen.

Herrli demontiert unsere beschädigte Einstiegstreppe

Wild campen – einfach zu verlockend

Auch wenn unterwegs einige Stellen äußerst einladend wirken, eine Nacht frei zu stehen, würde ich davon abraten. Als wir das, im Reserva Nacional de los Valles strikt herrschende Campingverbot missachten, dauert es nicht lange, bis uns zwei Ranger einen Besuch abstatten…

wer würde hier nicht gern übernachten?

Der Campingplatz in Selva de Oza bietet ein mindestens genauso erfüllendes Naturerlebnis. Der Campingplatz liegt exklusiv direkt am Fluss und stellt sich als idealer Ausgangspunkt für Wanderungen heraus. Die Leinenpflicht für Hunde wird hier auch nicht ganz so ernst genommen.

Der Betreiber ist ein richtig authentischer sympathischer Naturmensch – der Strom am Platz funktioniere nicht immer reibungslos, wenn in der Küche auf Hochtouren gearbeitet werde, lacht er. Tja, an der gleichbleibenden Strom-Spannung beurteile ich einen Campingplatz Gott sei Dank nicht.

Er berät mich kompetent bei der Auswahl und Planung einer passenden Wanderung für Skye und mich.

Blütenpracht im Valle de Hecho

Das Hecho-Tal als überwältigender Geheimtip

Die Unberührtheit und die damit einhergehende Artenvielfalt in Flora und Fauna (angeblich soll’s im Selva de Oza sogar Bären geben) und das Ausbleiben des Massentourismus macht diese Region zu einem ganz besonderen Fleckchen auf dieser Erde.

Diese einmalige Naturkulisse überzeugt uns, einfach noch ein bisschen länger zu bleiben als geplant.

Sunset in Valle de Hecho

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