Navigationsgerät vs. Straßenkarte – Warum uns die Oldschool-Variante die reizvolleren Reisen beschert

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Zugegeben, so ein TomTom kann schon so Einiges: Das Gerät leitet uns spielend leicht durch den Stadtverkehr fremder Städte und die POI Funktion bringt uns reibungslos zu Einkaufszentren oder passenden Parkplätzen.

Aktuelle Staumeldungen werden (angeblich) in Echtzeit auf’s Display gespielt – diese Funktion halte ich nicht für sonderlich ausgereift, aber das ist nur meine persönliche Erfahrung – und eine Alternativroute wird vorgeschlagen.

Auch so einige Campingplätze hat die Software gelistet, wie auch Restaurants, Apotheken, Ärzte und sogar Tierärzte….

Aber….. unser ‚Nüvi‘, wie wir das Teil liebevoll nennen, bringt uns halt einfach nur ans Ziel. Deshalb darf Nüvi die meiste Zeit stumm mitfahren und kommt nur in ‚kritischen‘ Situationen zum Einsatz.

Als Co-Pilotin wird mir die ehrenvolle Aufgabe des Navigieren zu Teil, was ich ganz konservativ mit Hilfe von  Straßenkarten übernehme.

Wir haben bis jetzt auf diese Weise die wundervollsten Gebiete erkundet und weit mehr über Land und Leute lernen dürfen, als es eine Direttissima Route laut Navigationsgerät jemals zugelassen hätte.

Das Risiko, die Schönheit einer Region zu übersehen, kann kaum größer sein, folgt man seinem Navigationsgerät auf dem vorgeschlagenen Weg.

Grüne Straßen

Meine Technik beim Navigieren ist relativ simpel: wir verlassen immer wieder mal die Hauptroute und halten uns an die grün gekennzeichneten Straßen auf der Karte. Diese grüne Unterlegung bedeutet ’sehenswert‘ und das sind diese Routen allemal – man fährt durch spektakuläre Schluchten, Weinbaugebiete, herrliche Wälder, an Flüssen entlang, über Bergpässe,…..

Auf diesen Umwegen ergeben sich in der Regel auch immer wieder mal schöne Möglichkeiten um mit den Hunden einen Spaziergang zu unternehmen.

Des Weiteren fanden sich für uns auf solchen Routen bisher auch oftmals prima Plätze zum Wildcampen.

eine kleine Auswahl an Straßenkarten bleibt bei uns immer im Van
grün unterlegte Straßen am Beispiel Südfrankreich – Millau

Der Weg ist das Ziel

Ja, diese Art zu reisen ist etwas zeitintensiver, da man häufig auf kleinen Landstraßen unterwegs ist. Zudem steigen auch die Kosten für Sprit, wenn man die ‚Technik der grünen Strässchen‘ in den Bergen anwendet.

Belohnt wird man jedoch mit intensiven Eindrücken einer Region – ihrer Landschaft, ihrer Architektur, ihrer Farben, ihrer Menschen und ihrer Tiere.

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